Larry Summers at IMF Economic Forum, Nov. 8

IMF, New York, Nov. 8: In bloss einer Viertelstunde hat der einstige Finanzminister und beinahe Notenbankchef der USA die ganze Ökonomengilde in Aufregung versetzt. Ist seine Analyse zutreffend, hat das für die Weltwirtschaft und auch für Deutschland schwerwiegende Konsequenzen.

Markus Diem Meier schreibt im Blog: Never Mind the Markets dazu:

Die Krise, die in den Jahren 2007 und 2008 die Weltwirtschaft an den Rand des Abgrunds gebracht hat, könnte laut Summers nur eine besonders dramatische Episode in einem länger währenden Trend sein, der sich mit dem Begriff der «säkulären Stagnation» zusammenfassen lässt.

Der Begriff wurde Ende der 1930er Jahren vom amerikanischen Ökonomen Alvin Hansen geprägt. Hansen kam damals zur Überzeugung, dass die grosse Depression dieser Jahre weit mehr als eine besonders dramatische Konjunkturkrise sei. Hansen glaubte damals, dass die Treiber des vormaligen Wachstums schlicht verschwunden waren, weil produktive Innovationen fehlen würden, vor allem aber auch das Bevölkerungswachstum. Hansens Pessimismus wurde allerdings durch das starke Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum nach dem Zweiten Weltkrieg widerlegt. Summers mutmasst, dass die Analyse von Hansen hingegen für die aktuelle Wirtschaftsentwicklung zutreffen könnte.

Diem Meier meint  dazu:

Dass eine solche Analyse von einem ernstzunehmenden Ökonomen vorgetragen unter den führenden Makroökonomen der Welt sofort eine heisse Debatte auslöst, ist wenig verwunderlich, denn wenn sie zutrifft, wirft das fundamentale Fragen auf und hätte schwerwiegende Folgen für die Wirtschaftspolitik.

Die fundamentale Frage betrifft vor allem die Ursachen für eine solche «sekuläre Stagnation»

Quelle:

http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/33741/die-tiefduestere-analyse-des-larry-summers/

http://larrysummers.com/commentary/financial-times-columns/why-stagnation-might-prove-to-be-the-new-normal/

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