Der Sieg des Kapitals (Ulrike Herrmann) „Podiumsgespräch“

Am 08.10.2013 hatte ich Frau Ulrike Herrmann, Finanzjournalistin bei der TAZ seit 2000, bei mir zu Gast. Sie hat ein neues Buch geschrieben mit dem Titel:

Der Sieg des Kapitals. Wie der Wohlstand in die Welt kam. (Westend Verlag), Frankfurt/Main, 2013

Hier der Link um das sehr informative Podiumsgespräch nachhören zu können:

https://blog.piratenpartei-nrw.de/kraehennest/2013/10/09/210-ag-geldordnung-podiumsdiskussion-mit-ulrike-herrmann-taz/

 

Es gibt auch schon eine Empfehlung von Jens Berger (Nachdenkseiten):

Zitat: Ein echter Audio-Tipp, was Frau Herrmann in der gesamten Bandbreite ökonomischer Themen zu sagen hat, ist sehr interessant und äußerst lehrreich.

Quelle:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=18891#h01

 

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Geldpolitik abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Der Sieg des Kapitals (Ulrike Herrmann) „Podiumsgespräch“

  1. Jedespirat schreibt:

    U. Herrmann: „Die Schuldenbremse ist Müll“ – M. Garscha und J. Berger 08.10.2013

  2. Pingback: U. Herrmann: “Die Schuldenbremse ist Müll” – M. Garscha und J. Berger 08.10.2013 – Bananenrepublik | Volksender.de

  3. moneymind schreibt:

    Frau Herrmanns Antwort auf die Frage nach der Direktfinanzierung des Staates über die Zentralbank war mit vielen „Äh“s, Relativierungen, Einschränkungen etc. gespickt, die aus meiner Sicht eine erhebliche Unsicherheit im Verständnis der Staatsfinanzierung anzeigen.

    Frau Herrmann bringt Skepsis gegenüber der „Konstruktion neuer Geldsysteme“ zum Ausdruck (z.B. Vollgeldsystem). Diese Skepsis kann ich verstehen und teilen. Sie darf aber NICHT gelten für eine grundlegende ANALYSE des bestehenden Geldsystems und der beiden unterschiedlichen Formen der Staatsfinanzierung (übers Geschäftsbankensystem oder direkt über die Zentralbank), die wiederum grundlegende geldtheoretische Klärung voraussetzt.

    Zunächst mal wäre zu fragen, wann und wo beide Formen der Staatsfinanzierung tatsächlich existiert haben, welche Erfahrungen damit gemacht wurden, woher das Verbot der Staatsfinanzierung direkt durch die Zentralbank (das u.a. den GBen praktisch risikolose Zinseinnahmen aus Staatsanleihen ermöglicht) eigentlich kommt und welche Befürchtungen dahinterstehen, etc.

    Sicher besteht eine der größten Befürchtungen darin, daß Politiker, die ja für die von ihnen gemachten Schulden anders als ein privates Wirtschaftssubjekt nicht persönlich haften, sich schlicht „einfach bedienen“ und verantwortungslos „Geld zum Fenster hinauswerfen“.

    Diese Gefahr besteht m.E. durchaus, also wäre zu fragen, an welchen Restriktionen – wenn schon nicht die private Haftung/Kreditwürdigkeit – sich denn dann die Staatsschuldenmacherei orientieren soll, um eben nicht verantwortungslos und uferlos mißbraucht werden zu können.

    Hier müssen dann m.E. wieder konkret definierte gesamtwirtschaftliche Zielvariablen ins Spiel kommen, wie das angezielte (als „Geldwertstabilität“ definierte) Inflationsziel (das die EZB bei 2% festgesetzt hat und das bei anderen Zentralbanken höher liegt).

    Der Staat muß hier gesamtwirtschaftliche Verantwortung übernehmen und sich wieder an den Zielen des magischen Vierecks orientieren, statt den Staatshaushalt einfach an dem einzelwirtschaftlichen Idealen dienenen, aber gesamtwirtschaftlich dysfunktionalen unbedingten Konsolidierungsziel auszurichten und das Erreichen gesamtwirtschaftlicher Zielvorgaben allein der Zentralbank zu überlassen.

    Mit seinem unbedingten Konsolidierungsziel zwingt der Staat die Zentralbank zu einer Niedrigzinspolitik, die wiederum die Spekulation auf Kredit anheizt, wenn diese nicht reguliert wird.

    Die Zentralbank muß unabhängig sein, aber Staat und Zentralbank müssen dieselben gesamtwirtschaftlichen Ziele verfolgen und ihre Maßnahmen koordinieren.

    Ein wichtiges Problem besteht hier allerdings darin, daß offensichtlich nicht nur den Politikern, sondern auch ihren Wählern ein grundlegendes Verständnis hierfür fehlt – weil es von den Wirtschaftswissenschaften eben nicht (mehr?) geliefert wird. Die neoklassische Hegemonie sehe ich hier auch darin begründet, daß es dem keynesianischen Modell leider an grundlagentheoretischer Fundierung und Schlüssigkeit fehlt, was die grundsätzlich aus pragmatischer Sicht richtige keynesianische Zielrichtung rhetorisch enorm schwächt.

    Die grundsätzliche Skepsis von Frau Hoffmann gegenüber direkter Staatsfinanzierung wäre also m.E. zu hinterfragen, und ihre Skepsis gegenüber Geldsystembasteleien nicht in eine Skepsis gegenüber gründlicher rationaler Analyse der Rolle des Staates und seiner Schulden in einer Geldwirtschaft zu verkehren.

    Im Gegenteil: nirgendwo ist die gründliche und rationale Analyse so nötig und gefragt wie in diesem Punkt, und daß die Piraten sich hierum kümmern, ist richtig und wichtig. Da sich ALLE Parteien darum bemühen sollten, kann ich die Piraten nur ermuntern, damit weiterzumachen und hier eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Da ist durchaus geld- und kredittheoretische Grundlagenklärung (inclusive einer Aufarbeitung der Theoriegeschichte dazu) nötig.

  4. Pingback: U. Herrmann: “Die Schuldenbremse ist Müll” – M. Garscha und J. Berger 08.10.2013 – Bananenrepublik | UNTERGRUNDFUNK

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s